Tue. Aug 4th, 2026

Platz zwei bei der Tour de France, der vierte Titel beim Klassiker in San Sebastian. Aktuell läuft es außerordentlich gut für Radsport-Star Remco Evenepoel. Ein Grund für den Aufschwung des Belgiers ist dabei ganz eindeutig sein neuer Trainer.

Unter Tim Heemskerk fand er zur entscheidenden Form. Gerade an den längeren Anstiegen hatten ihm viele Experten noch Schwächen attestiert, doch Evenpoel zeigte bei der Tour de France, wie stark er auch dort sein kann.

Zufall ist das nicht, schließlich coachte Heemskerk Jonas Vingegaard zu zwei Tour-de-France-Siegen und übernahm Evenepoels Vorbereitung früher als geplant. Nach dem Wechsel von Dan Lorang zu Lidl-Trek hatte Evenepoel selbst um Heemskerks Unterstützung gebeten.

Ein entscheidender Vorteil: Der Niederländer konnte Evenepoels Leistungsdaten direkt mit denen von Vingegaard vergleichen. “In den letzten harten Trainingseinheiten vor der Tour konnte ich sehen, wo Remco im Vergleich steht. Da wusste ich: Es fehlt nur ein kleiner Schritt”, erklärte Heemskerk gegenüber “Het Nieuwsblad”

Doch der Start der Zusammenarbeit verlief holprig. Beim ersten Höhentrainingslager in der Sierra Nevada hatte Evenepoel große Probleme und konnte eine geplante Intervalleinheit nicht wie vorgesehen absolvieren. Heemskerk reagierte flexibel und stellte das Training um.

Statt sofort auf maximale Intensität zu setzen, lag der Fokus zunächst auf Grundlagenausdauer und der Fähigkeit, Laktat effizient abzubauen. Schritt für Schritt wurde die Belastung gesteigert – die ursprünglich geplanten harten Einheiten absolvierte Evenepoel erst in der finalen Woche des Trainingslagers.

Die Anpassung zahlte sich aus: Evenepoel fuhr seine bislang erfolgreichste Tour de France, gewann zwei Etappen und belegte am Ende Rang zwei hinter Titelverteidiger Tadej Pogacar.

Für Heemskerk ist das Potenzial seines Schützlings damit noch längst nicht ausgeschöpft. “Wenn er schon zu Beginn eines Höhentrainings auf Topniveau trainieren kann, ist noch mehr möglich. Der Grundstein dafür wird im Winter gelegt. Mein Motto lautet: ‘Tu, was nötig ist – nicht so viel wie möglich.'”

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